Sie sind hier: Startseite » FAQ - Fragen » Therapie

Therapie

Choose your language:

Ist die einzustellende Tinnitus-Frequenz diejenige, die ich gerade höre oder eine andere, die den Tinnitus maskiert? Die Einstellung von Tinnitus Help wird in 3 Schritten durchgeführt.

Im ersten Schritt versuchen Sie bitte, die Frequenz einzustellen, die Sie gerade hören. Verfahren Sie genau so mit den anderen Merkmalen wie z.B. Vibrato, Tremolo oder zusätzlichen Geräuschen, die Sie wahrnehmen.

Danach führen Sie bitte den zweiten und dritten Schritt aus wie in der Anleitung beschrieben.
Wie lange dauert eine Behandlungseinheit und wie oft führe ich sie durch? Das Minimum ist 1 x 15 Min. täglich. Schon bei 15 Minuten stellen sich schnell Erfolge ein.
Besser: 2-3 x täglich 15 Minuten, wenn man gerade Musse dafür hat. Sehr vorteilhaft ist die Zeit am Abend, bevor man zu Bett geht.
Wenn man die Anwendung einmal täglich durchführt, sollte das möglichst immer zur selben Uhrzeit sein.
Ist die Musik für den Reprogrammierungs-Erfolg notwendig oder reichen die Naturklänge aus? Das Prinzip der Reprogrammierung ist, dass Sie ein Tinnitus-Profil erstellen (z.B. einen Ton und/oder ein Geräusch) und mischen dieses mit einem angenehmen Naturklang und/oder einer Musik. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass ein Musikstück Bestandteil der Mischung ist, aber die mitgelieferten Musikstücke haben sich bewährt. Falls Ihnen diese aber nicht sehr gefallen, ist es besser, sie nicht hinzuzumischen. Wichtig für die Habituation ist, dass Ihre individuelle Einstellung den Klang Ihres Tinnitus enthält und einen angenehmen Klang wie z.B. "Kleiner Wasserfall". Wenn diese Zusammenstellung für Sie angenehm klingt, hat dies den Effekt, dass das Gehirn sich immer weniger auf den Tinnitus konzentriert.
Wie lange dauert es, die Habituation zu erreichen? Die Behandlungsdauer ist sehr schwierig zu sagen. Sie hängt von vielen Dingen ab wie z.B. dem Grad Ihres Tinnitus.

Doch bitte
- nutzen Sie das Programm mindestens einmal täglich für mindestens eine Viertelstunde
- nehmen Sie den Klang ungestört auf, gleichzeitiges Lesen von eMails etc. ist nicht vorteilhaft.

Die Methode von Tinnitus Help hat sich in vielen Jahren der Praxisarbeit bewährt. Viele Patienten benötigen nur wenige Tage oder Wochen, andere Monate, doch leider gibt es auch Fälle, in denen es z.B. wegen medizinischer Gründe keine grosse oder gar keine Besserung gibt.
Tinnitus Ton im Hintergrund? Wenn ich das Tinnitus-Profil abspiele, soll ich den Tinnitus im Hintergrund gerade noch hören oder nicht, oder sollte er komplett maskiert werden? Ja, Sie sollten Ihr individuelles Tinnitus Profil (also Ihre Tinnitus Einstellung in Tinnitus Help) im Hintergrund hören. ABER: Bitte bedenken Sie, dass Tinnitus immer Ihre Hörminderung reflektiert – unabhängig davon, ob die Minderung leicht oder schwer ist. Dass heißt: Wenn Sie eine schwere Hörminderung haben, können Sie Ihre Tinnitus-Frequenz nicht richtig hören. Verstärken Sie in diesem Fall Ihre individuelle Tinnitus Frequenz bitte nicht. Bitten Sie eine normal hörende Person, Ihre Tinnitus-Frequenz anzuhören und sie auf eine „normale“ – nicht zu laute Lautstärke einzustellen. Auch wenn Sie Ihre Tinnitus Frequenz nicht hören wird Ihr Gehirn sie registrieren. Über „bottom up“-Prozesse wird Ihr Tinnitus allmählich in den Hintergrund treten und nebenbei wird Ihre zentrale Hörwahrnehmung stimuliert. Viele Studien im Bereich von Tinnitus-Klangtraining haben diese Effekte gezeigt.
Ich habe Schwierigkeiten, die Tinnitus-Frequenz zu finden. Normalerweise reflektiert der Tinnitus die Hörschwäche, die bei den meisten Betroffenen im hohen Bereich liegt. Es ist deshalb völlig normal, daß Sie sich so schwer tun, die richtige Frequenz zu finden, besonders, wenn Ihr Hochtonverlust sehr stark ausgeprägt ist. Sie sollten davon sich nicht irritieren lassen. Schauen Sie sich Ihr Audiogramm an: die Stelle, an der Ihr Hörverlust am stärksten ist, fällt stark nach unten ab. Suchen Sie sich eine Frequenz aus, die in diesem Bereich liegt (z.B. zwischen 3800 und 4600 Hz), es muß nicht unbedingt haarscharf passen, denn auch die Frequenzbereiche, die ganz nahe an der Tinnitusfrequenz liegen, sind sehr wichtig, um zu stimulieren und umzuprogrammieren. Seien Sie vorsichtig mit Lautstärke. Am besten, Sie bitten eine gut hörende Person, sich diese Frequenz anzuhören. Die Tinnitus-Frequenz darf auf keinen Fall zu laut eingestellt sein, sonst kommt es zu einer Hörermüdung und – langfristig zu einer Hörschädigung. Schon mit einer leise eingestellten Tinnitus-Frequenz werden Sie auf jeden Fall eine Veränderung in der Tinnitus-Wahrnehmung und im Hören bemerken!
Ist Tinnitus Help eine app, die auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand der Tinnitus-Therapie ist? Bei neuen auditiven Trainings wird doch die Tinnitus-Frequenz herausgefiltert, und nicht dazu gemischt ...? Es gibt zwei Ansätze für auditive Trainings:

1. Auditives Training innerhalb der Tinnitusfrequenz (das ist der Ansatz, den die app Tinnitus Help verfolgt):

Wenn ein auditives Training wirken soll, muß es mit den Mechanismen übereinstimmen, die den Tinnitus erzeugen - davon gehen die Befürworter dieser Methode aus. Man erhofft sich eine Abnahme der synchronen Netzwerk-Aktivitäten im primären auditorischen Cortex. Tatsächlich zeigten Studien u.a. von Prof. Herta Flor (Deutschland) und Prof. Grant Donald Searchfield (Neuseeland), daß es mit diesen Trainingsmethoden zu einer optimalen „residualen inhibition“ kam. Unter residual-inhibition versteht man eine „bleibende Verdeckung“, d.h., das Phänomen, daß ein Tinnitus nach einer auditiven Stimulation für kurze oder längere Zeit nicht mehr zu hören ist. Die Ergebnisse der Studien bestätigten also, daß solche Töne mit den Mechanismen, die den Tinnitus generieren, in Wechselwirkung stehen. Es zeigten sich signifikante Abnahmen des Tinnitus gegenüber den unbehandelten Kontrollgruppen.
Vermutet wird, daß die extreme Aktivität auf dem auditiven Cortex in dem Bereich der Tinnitusfrequenz bei diesem Ansatz deshalb runtergefahren wird, weil durch das Hören der Tinnitusfrequenz, die nun von außen kommt, das Gehirn nicht mehr selbst diese Frequenz erzeugen muß (die fehlerhafte Gehirn-Software wird sozusagen repariert). Gleichzeitig findet eine starke Stimulation des Hörens statt. Das Gehirn des Tinnituspatienten reagiert ja auf die Hörminderung (die bei ca. 90% der Patienten vorhanden ist) mit der Tinnitusfrequenz im Bereich des Hörverlustes mit einem Rückkoppeln, wie ein Hörgerät, das falsch eingestellt ist und pfeift.
Dieser Art des Trainings hat zusammengefaßt folgende Effekte:
I. Der Tinnitus wird reduziert (quasi von außen durch dieselbe Frequenz gelöscht)
II. Es kommt zu einer Verbesserrung der auditiven zentralen Wahrnehmung
III. Das Gehirn "lernt", den Tinnitus immer mehr auszublenden, weil man angenehme entspannende Naturgeräusche oder Musik hört, die über der leisen "unwichtigen" Tinnitusfrequenz liegen. Das ist aber nur mit der app "Tinnitus Help" möglich, weil sie - im Gegensatz zu anderen auditiven Trainings die häufig nur mit Standardstücken arbeiten - zusätzlich vielfache Möglichkeiten bietet, die eigene ermittelte Tinnitusfrequenz zu mischen: mit eigener angenehmer Musik, mit Naturgeräuschen, mit Rauschgeräuschen oder mit Musik, die speziell für Tinnituspatienten komponiert wurde.

2. Auditives Training außerhalb der Tinnitusfrequenz:

Da ein Tinnituspatient in der Regel seine Hörminderung in der Tinnitusfrequenz hat, ist es sinnvoll, in einem Bereich zu trainieren, der außerhalb der Tinnitusfrequenz liegt, denn hier hört der Betroffene am besten – davon gehen die Befürworter dieses Ansatzes aus. Die Tinnitusfrequenz wird also aus Musik herausgefiltert. Die Tinnitus-Hörzellen sollen damit quasi „in Ruhe gelassen“ werden. Dieses Abkoppeln soll zu einem gesunden Umbau der gestörten Hörregion im Gehirn führen. Die gesunden, nicht vom Tinnitus betroffenen Neurone bleiben unbeeinflusst gesund. Eine erste sehr kleine Studie von Prof. Pantev aus Münster zeigte auch hier gute Ergebnisse mit signifikanten Verbesserungen gegenüber einer unbehandelten Kontrollgruppe. Weitere Studien stehen noch aus.

Weitere Informationen hierzu auf dieser Seite im Abschnitt:
"Abgrenzung zu Tinnitracks der Fa. Sonormed GmbH"
Soll ich Tinnitus Help nach Beseitigung meines Tinnitus weiterhin benutzen? Ich habe mir das Programm Tinnitus Help fürs iPhone gekauft und bin auch nach recht kurzer Zeit (seit gestern 4x benutzt) sehr zufrieden damit. Man merkt, dass das Programm etwas bewirkt. Für den Fall, dass der Tinnitus nach einer Zeit in den Hintergrund rückt und es einem besser geht, ist es dann noch erforderlich weiterhin mit dem Programm zu arbeiten, oder wird sich das Gehirn die neue Situation merken? Sie sollten auf jeden Fall noch weiter mit dem Programm arbeiten, jedoch können die Abstände allmählich größer werden. Lassen Sie es "langsam ausschleichen". Das Gehirn ist sehr gut trainierbar.
Sollte sich die Situation wieder einmal verschlechtern, benutzen Sie das Programm wieder intensiver.
Bin linksseitig völlig taub, da der Hörnerv beschädigt wurde. Habe aber trotzdem einen Zikaden-Tinnitus. Wie stelle ich links und rechts ein? Am besten, Sie stellen das Tinnitusprofil für beide Ohren gleich ein. Auch wenn Sie links nichts mehr wahrnehmen, die Schwingungen erreichen den auditiven Cortex, - das ist die Hörrinde - trotzdem und können zu Veränderungen führen. Das haben die Trainingsprogramme mit taub gewordenen Patienten und Tinnitus gezeigt.

Bitte achten Sie darauf, dass Sie Ihr Tinnitusprofil nicht zu laut einstellen. Lassen Sie das von einem normalhörenden Bekannten überprüfen. Denken Sie immer daran: auch wenn das Ohr scheinbar nichts wahrnimmt, die Schallschwingung kommt trotzdem oben an.

Es gibt Regionen im Gehirn, die unabhängig von den Ohren "hören", also: Tinnitusprofil für beide Ohren einstellen.
Sehr stark fluktuierender Tinnitus: Ich nutze seit gestern die Tinnitus-Help-App und finde die Idee dahinter wunderbar. Ich leide allerdings unter einem sehr stark fluktuierenden Tinnitus, der sich ständig ändert. Deshalb weiß ich nicht, ob ich meine Einstellungen auch ständig ändern muss? Es kommt sehr häufig vor, dass sich ein Tinnitus in Lautstärke und Frequenz verändert. Wir raten meist dazu, bei einer Einstellung zu bleiben, denn er bewegt sich letztendlich doch immer in dem selben Bereich um die Frequenz, mal etwas höher,mal etwas tiefer. Die Umprogrammierung setzt in jedem Fall ein, auch wenn Sie sich nur in der Nähe der Tinnitusfrequenz aufhalten.

Sollte der Tinnitus sich allerdings KOMPLETT verändern, empfehle ich Ihnen, dass Sie sich verschiedene Profile abspeichern und diese dann auch verschiedentlich nutzen.
Ich habe seit einiger Zeit einen beidseitigen Tinnitus mit einer Frequenz von circa 10.000 Hz mit völlig normalem Tonaudiogramm mit beidseitigen völlig normalem Hörvermögen. Wenn ich diese Frequenz auf Ihre App einstelle, ist zwar der Tinnitus kurzfristig unterdrückt, allerdings ist der Ton mit 10.000 Hz für mich letztlich genauso unangenehm wie der Tinitus selbst und der Tinnitus kommt einige Minuten, nachdem ich den Kopfhörer wieder abgelegt habe, zurück. Lediglich wenn ich dusche, verschwindet der Tinnitus und kommt erst einige Minuten nach dem Duschen wieder. Kennen Sie dieses Problem? Gibt es eine Möglichkeit, dieses zu umgehen? Empfehlen Sie ein bestimmtes Naturgeräusche oder eine bestimmte Musik für einen so hochfrequenten Tinnitus? Ihre Problematik ist zwar nicht so häufig, aber bekannt. Sie gehören vermutlich zu den Menschen, die das Gras wachsen hören.

Zuallererst empfehlen wir Ihnen, Ihr Gehör zwischendurch im hohen Frequenzbereich mit "normalen" Lautstärken zu konfrontieren: also Musik hören mit hohen Gesangsstimmen, Querflöte, Geigen etc.

Für das Training mit der app tinnitus help sind für Sie besonders geeignet Wassergeräusche (wie das Duschen zeigt...) und hohe Vogelstimmen - vielleicht nehmen Sie als Naturgeräusch den Viktoriapark in Hongkong aus der app, oder Sie suchen sich ein angenehmes Wassergeräusch aus. Was die Musik angeht, empfehlen wir Ihnen Shanti - hier gehen die Frequenzen richtig hoch.

Ganz wichtig ist: die Tinnitusfrequenz nur minimal laut einstellen. Am besten so, daß sie kaum noch hörbar ist.
Ist die Tailor-notched-music-App "XYZ", bei der just die individuelle Tinnitus Frequenz herausgefiltert und die Randfrequenzen verstärkt werden in der App eines Duisburger Hals Nasen Ohren Arztes eine sinnvolle Alternative? Die Erfahrungen mit der Tailor notched music sind bisher nicht wirklich vielversprechend, auch wenn es in der Werbung anders versprochen wird. Leider gibt es bisher auch zu unserem Ansatz keine fundierten Studien, es fehlen die finnanziellen Mittel und das Personal. Aber die Tinnitus-Help-Methode besteht seit fast 20 Jahren mit extrem guten Rückeldungen aus der therapeutischen Praxis und dem Internet.
Ich habe schon seit vielen Jahren einen sehr gleichmäßigen Tinnitus in Form eines Pfeiftones um die 4000 Hz.
Seit einigen Tagen nutze ich Ihr Programm auf dem Smartphone.
Die erste Wirkung ist, daß der Ton lauter geworden ist und mehr im Vordergrund ist als normalerweise.
Ist dies eine Ihnen bekannte Reaktion?
Ich habe die app morgens und abends und einmal etwa für eine Stunde angewandt.
Der Tinnituston war dabei so eingestellt, daß ich ihn kaum höre (Hörschwäche auch etwa bei 4000 Hz).
Es ist ungewöhnlich, dass bei einer leisen Einstellung des Tinnitusprofils der Tinnitus verstärkt wird.

[Aus dem weiteren Briefwechsel (hier nicht wiedergegeben) ergibt sich eine vorliegende Lärmschwerhörigkeit.]

Noch zur Lärmschwerhörigkeit: die zeigt sich im Audiogramm bei 4 KHz- so wie bei Ihnen. Nun ist die Messung aber sehr ungenau. Wenn Sie auf Ihr Audiogramm schauen, sehen Sie, dass eine Frequenz tiefer bei 2 KHz und eine Frequenz höher bei 6 KHz liegt - bei vielen Audiogrammen sogar erst bei 8 KHz. Das heißt, der Bereich zwischen 2 und 4 KHz und zwischen 4 und 8 KHz wird nicht gemessen. Das entspricht dem Bereich von einer bzw. zwei Oktaven. Sollten Sie weiter Probleme bei 4 KHz haben, probieren Sie einen anderen Ton, der etwas höher in der Nähe der 4KHz liegt. Je schlechter Sie den Ton hören, desto näher sind Sie an ihm dran!

(3- 3714)